Kreis plant Neubau der Haingarten-Schule und Erweiterung der Frida-Kahlo-Schule gemeinsam

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Gemeinsame Freude über die Perspektiven für den Schulstandort im Zentrum von Bruchköbel (von links): Die Schulleiterinnen Cordula Spann (Frida-Kahlo-Schule) und Petra Weigand (Haingarten-Schule), Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, Bürgermeisterin Sylvia Braun und der Leiter der Schul- und Liegenschaftsverwaltung des Main-Kinzig-Kreises, Matthias Eckhardt.

09. Februar 2026 - „Der Schulstandort Bruchköbel wird in den kommenden Jahren einen kräftigen Aufwind erleben. Wir fassen die Bedarfe und Themen der einzelnen Schulen zusammen und entwickeln ein zusammenhängendes Konzept, wie man insbesondere an der Haingarten-Schule und der Frida-Kahlo-Schule erkennt“, erklärte Schuldezernent Jannik Marquart im Gespräch mit Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun sowie den Schulleiterinnen Cordula Spann und Petra Weigand. Dort, wo es Engpässe bei den Klassenräumen gebe, schaffe der Kreis neue Kapazitäten. Provisorische Raumlösungen werden durch „dauerhafte, massiv gebaute, moderne Lernumgebungen“ ersetzt.

Einen wichtigen Baustein der Ausbauplanungen bilden die Räume der ehemaligen Kita Südwind. Die Stadt hatte Ende des vergangenen Jahres den Verkauf des Geländes an den Main-Kinzig-Kreis beschlossen. Die Räume werden aktuell schon durch die Haingarten-Schule genutzt und für eine Übergangsphase, während der anstehenden Baumaßnahmen, noch weiter gebraucht.

Der Kreisbeigeordnete Marquart bedankte sich bei der Stadt Bruchköbel für die enge und konstruktive Zusammenarbeit, „um heute schon mehr Kindern der Haingarten-Schule eine gute Nachmittags-betreuung zu ermöglichen“. Im vergangenen Jahr hatten der Schulträger Main-Kinzig-Kreis, die Stadt sowie der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der die Schulkindbetreuung an der Bruchköbler Grundschule ausführt, einen Ausbau der Ganztagsbetreuungsplätze zum laufenden Schuljahr vereinbart. Dazu werden aktuell bereits Räume der angrenzenden Kita Südwind für das Mittagessen und die Hausaufgabenbetreuung von den Kindern mitgenutzt. Durch den Erwerb des Gebäudes und Grundstücks bleiben diese Räumlichkeiten auch für die kommenden Jahre Teil der Lösung.

Neben den räumlichen Engpässen an der Haingarten-Schule erlebt auch die benachbarte Frida-Kahlo-Schule eine steigende Nachfrage und braucht dringend mehr Platz. „Wir planen den Ausbau beider Schulen gemeinsam. Dazu beziehen wir das Grundstück der ehemaligen Kita mit ein“, so Marquart. „Wir arbeiten an einer langfristigen Lösung für beide Einrichtungen und planen dafür zwei Großprojekte ein. Die Kinder aus Bruchköbel und der Region werden von diesem Gesamtkonzept aus einem Guss in hohem Maße profitieren.

Im ersten Bauabschnitt erhält die Haingarten-Schule die dringend benötigte neue Mensa. Die Planungsphase läuft bereits, die Umsetzung beginnt voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres. Dann wird der südliche der drei Grundschul-Gebäuderiegel ersetzt durch einen zweigeschossigen Neubau, in dem neben der Mensa und Räumen für die Nachmittagsbetreuung auch die Verwaltung untergebracht sein wird. Übergangsweise wird der Main-Kinzig-Kreis die Interimsmodule an der Nordseite erweitern, um im laufenden Schulbetrieb genügend Platz vorzuhalten. Diese werden nach Ende des ersten Bauabschnitts abgebaut. Der Neubau der Mensa hat Priorität: Derzeit nehmen von den rund 462 Schülerinnen und Schülern bereits 210 eine Betreuung mit Mittagessen wahr, eben teils in den ehemaligen Kita-Räumen. Im Jahr davor waren es noch 185. Im kommenden Jahr rechnet die Schule sogar mit 235 Kindern in der „Pakt-Betreuung“. Der Bedarf nach Nachmittagsbetreuung wächst also rasant – wie auch die Zahl der Kinder in der Grundschule insgesamt. Nach aktuellen Prognosezahlen geht der Main-Kinzig-Kreis von einem Anstieg auf bis zu 490 Kinder im Schuljahr 2029/2030 aus. Die Haingarten-Schule könnte dann von vier- auf fünfzügig aufwachsen.

Auf den ersten Neubau folgt „Gebäude 2“, das den mittleren und nördlichen Gebäuderiegel ersetzen wird. In ihm sind künftig die Klassen- und Fachräume angesiedelt. Beide Gebäude werden über einen Verbindungsgang im ersten Obergeschoss miteinander verbunden sein, sodass der Gang zu anderen Räumlichkeiten im Erdgeschoss über den Schulhof trockenen Fußes oder eben direkt im ersten Stock auf gleicher Ebene möglich wird.

In der letzten Phase der Gesamtplanung erhält die Frida-Kahlo-Schule einen zusätzlichen Gebäudekomplex, und zwar auf dem Gelände der Kita. Dafür wird das Bestandsgebäude der ehemaligen Betreuungseinrichtung abgerissen und durch einen Neubau für die Förderschule ersetzt. Der Gebäudebestand der Frida-Kahlo-Schule bleibt dabei erhalten. Die Förderschule mit ihren aktuell rund 210 Schülerinnen und Schülern erhält also zusätzliche räumliche Kapazitäten. Der Raumbedarf ist auch hier gewachsen: Innerhalb der vergangenen fünf Schuljahre stieg die Schülerzahl um gut 50 an, was dem Aufbau von vier zusätzlichen Klassen entsprach.

„Umfassender Ausbau des Schulstandorts Bruchköbel“

„Ich freue mich sehr, dass es für die beiden Schulen klare Perspektiven gibt und dass wir als Stadt mit dem Verkauf der Kita Südwind die Umsetzung beschleunigen konnten“, sagte Bürgermeisterin Sylvia Braun, die den Fokus weitete. „Der Schulstandort Bruchköbel befindet sich aktuell im umfassenden Ausbau, wenn man nur mal die anstehende Baumaßnahme an der Brückenschule und die abgeschlossene Sanierung des Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasiums mit einbezieht. Bruchköbel ist ein attraktiver Lern- und Ausbildungsort, und die Weichen stehen hier auf Zukunft.“

Der Ersatzneubau der Brückenschule in Bruchköbel-Roßdorf gehört zu den größten derzeit laufenden Bauprojekten. Im vergangenen Jahr hat der Schulträger Main-Kinzig-Kreis die Detailplanung begonnen, damit es in diesem Jahr konkret werden kann. Voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres rollen die Bagger. Das Projekt soll dabei vom „Schulbauturbo“ profitieren, der für eine signifikante Verkürzung bestimmter Prozesse von der Planung bis zur Umsetzung sorgt.

„In Roßdorf wie auch an der Haingarten-Schule und vielen anderen Standorten im Main-Kinzig-Kreis bauen wir aus und machen die Schulen weiter fit für den Ganztag“, sagte Kreisbeigeordneter Jannik Marquart. „Nach den Sommerferien tritt der Rechtsanspruch auf einen Nachmittagsplatz in Kraft, den wir im Kreisgebiet überall erfüllen werden. Aber der Bedarf wird in den kommenden Jahren weiterwachsen. Es ist gut und wichtig, dass der Main-Kinzig-Kreis wie hier in Bruchköbel auf die pragmatische Unterstützung der Städte und Gemeinden setzen kann.“ Aktuell sind bereits an 63 von 65 Schulen die Vorgaben für den Rechtsanspruch erfüllt und teils deutlich übererfüllt, an zwei Schulen werden die organisatorischen Bedingungen im Hintergrund rechtzeitig geschaffen.“