Biebergemünd will Innenentwicklung vorantreiben

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Die Gemeinde Biebergemünd will die Innenentwicklung vorantreiben. Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann (rechts) überreichte Biebergemünds Bürgermeister Matthias Schmitt (Mitte) ein Förderbescheid im Beisein von Katja Geis, Mitarbeiterin Bauverwaltung, Morris Krämer (Zweiter von links), Leitung Bau- und Liegenschaftsamt, und Johannes Michel (links), Leiter der Abteilung Entwicklung ländlicher Raum im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum.

17. Februar 2026 - Die Gemeinde Biebergemünd möchte in den sechs Ortsteilen Bieber, Breitenborn, Kassel, Lanzingen, Roßbach und Wirtheim jeweils das innerörtliche Entwicklungspotenzial heben. Dazu sollen Baulücken, Leerstände und Brachflächen identifiziert und – wo möglich – Ansatzpunkte entwickelt werden, diese zu aktivieren. Um diesen Prozess strukturiert anzugehen, soll zunächst ein kommunales Entwicklungskonzept (KEK) erarbeitet werden, das hilft, die Innenentwicklung der Gemeinde voranzutreiben. Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann hat Biebergemünds Bürgermeister Matthias Schmitt kürzlich einen entsprechenden Förderbescheid überreicht.

„In Biebergemünd wird ein Projekt angepackt, das Vorbildcharakter für andere Städte und Dörfer im Kreis hat. Es zeigt, wie wichtig es ist, vorhandene Potenziale zu erkennen und zu nutzen“, so der Erste Kreisbeigeordnete und ergänzte: „Der Plan ist, die Ortskerne funktional und gestalterisch zu erhalten. Ebenso wichtig ist es, den Flächenverbrauch zu reduzieren und die für unsere Gegend typische Anlage der Dörfer zu erhalten, aber auch behutsam weiterzuentwickeln.“ Zudem solle die Wohn- und Lebensqualität verbessert werden, unter anderem dadurch, dass die Grundversorgung durch gezielte Projekte gestärkt werde.

Mit dem Zuschuss von 20.000 Euro wird die Erarbeitung des Konzepts unterstützt. Das Geld stammt aus dem Programm „Dorfmoderation“ des Landes Hessen Das Förderprogramm ermöglicht es Kommunen, Moderations- und Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen, um Entwicklungsprozesse vor Ort anzustoßen. Bürgermeister Matthias Schmitt begrüßte die Förderung: „Sie ermöglicht uns, ein Fachbüro zu beauftragen, das mit uns gemeinsam ein passgenaues Entwicklungskonzept zu erarbeiten.“ Die Ausschreibung werde in Kürze erfolgen. Matthias Schmitt freut sich besonders, dass die Förderung nicht an einen Ortsteil gebunden ist, sondern alle Ortsteile in den Blick genommen werden können. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung ihres Heimatortes einbeziehen. Sie sollen mitgestalten und ihre Ideen einbringen, um Biebergemünd zukunftsfähig zu machen.“ Ziel sei es, gemeinsam ein praxisnahes Handbuch für die Entwicklung der Gemeinde zu erarbeiten. Dieses KEK soll dann als Grundlage für eine Bewerbung für das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen verwendet werden, in dessen Rahmen die Projekte dann umgesetzt werden sollen. „Um sich als Förderschwerpunkt in der Dorfentwicklung zu bewerben, müssen die Kommunen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Konzept erstellen, in dem festgelegt ist, welche Maßnahmen im Rahmen des Programms vor Ort gefördert werden sollen“, so der Bürgermeister. Andreas Hofmann und er hoffen darauf, dass mit dem nun auf den Weg gebrachten KEK eine Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm in greifbare Nähe rückt.