Kreis plant Neubau einer Rettungswache in Mottgers
12. März 2026 - Gute Nachrichten für die Gemeinde Sinntal und den Bergwinkel: Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hat den Neubau einer Rettungswache in Mottgers beschlossen, um die rettungsdienstliche Versorgung zu verbessern. Bei einem Termin vor Ort verschafften sich Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeister Thomas Henfling, Dr. Manuel Wilhelm, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, und Kreistagsvorsitzender Carsten Ullrich einen Überblick über das Grundstück, das direkt an der Landestraße 2304 gelegen ist. Für das Projekt sind 2,3 Millionen Euro im Haushalt eingestellt.
„Das Grundstück ist für den Bau einer Rettungswache sehr gut geeignet, allein die Lage spricht dafür: direkt an der Landesstraße gelegen ermöglicht es das schnelle Ausrücken. Das bedeutet für die Menschen in Sinntal, dass der Rettungswagen schnell vor Ort sein kann, wenn jede Minute zählt. Mit der Entscheidung, in Sinntal eine neue Rettungswache zu bauen, stärken wir insbesondere den ländlichen Raum und stellen sicher, dass Sinntal auch in Zukunft ein guter Ort zum Leben und Arbeiten ist. Wir stärken damit die rettungsdienstliche Versorgung im Bergwinkel“, stellte Landrat Thorsten Stolz fest. Auch Bürgermeister Thomas Henfling begrüßte die Entscheidung und freute sich, dass in Mottgers ein geeignetes Grundstück gefunden werden konnte und somit der Bereich Rettungsdienst in der Gemeinde Sinntal verbessert wird.
Dr. Manuel Wilhelm erläuterte den Hintergrund: „Bislang ist die Rettungswache in der Einrichtung Lebensbaum der Alten- und Pflegezentren in Sterbfritz eingemietet. Dort entsprechen die Räumlichkeiten allerdings nicht mehr den aktuellen Anforderungen hinsichtlich Raumgrößen sowie der Bau- und Sicherheitstechnik, daher ist ein Neubau absolut sinnvoll“, so Dr. Manuel Wilhelm. Das Land Hessen setzt entsprechende Rahmenbedingungen, die wirtschaftlich nur durch einen Neubau erfüllt werden können. Hinzu kommt, dass eine Analyse zur rettungsdienstlichen Entwicklung ergab, dass Bedarf für einen zusätzlichen Rettungswagen besteht. Das wiederum bedeutet, dass auch ein zweiter Stellplatz für das Fahrzeug benötigt wird, mit den dazu gehörenden Funktions- und Sozialräumen für das Personal. Die rettungsdienstliche Versorgung für die Gemeinde und den Bergwinkel wird somit verbessert und wird vor allem auch erweitert.
Die Entscheidung, die Rettungswache von Sterbfritz nach Mottgers zu verlegen, basiert auf einer georeferenzierten Einsatzdatenanalyse mehrerer Jahre und simulierten Erreichbarkeiten von Notfallereignissen von alternativ betrachteten Rettungswachenstandorten. In Mottgers werden demnach Überschneidungen der erreichbaren Gebiete zur Rettungswache in Schlüchtern reduziert – das bedeutet insgesamt eine verbesserte Abdeckung innerhalb von zehn Minuten insbesondere für die Gebiete Altengronau, Züntersbach und Teilen von Oberzell. Innerhalb von zwölf Minuten ist es außerdem möglich, Randgebiete des Versorgungsbereichs wie Neuengronau und Jossa zu erreichen. Am neuen Standort könnten in einer jährlichen Gesamtschau zusätzlich 179 Notfalleinsätze innerhalb der Hilfsfrist von zehn Minuten versorgt werden.
Die neue Rettungswache Mottgers wird nach dem Vorbild der Rettungswache in Biebergemünd-Bieber entstehen. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude ohne Keller mit zwei Stellplätzen für Rettungsfahrzeuge und entsprechenden Sozial- und Technikräumen. Der Bau ist Teil einer Investitionsstrategie des Main-Kinzig-Kreises, die eine Optimierung der Rettungswachen für Sinntal, Wächtersbach und Jossgrund vorsieht. Die Wache soll bis Anfang 2028 fertiggestellt sein und ihre Arbeit aufnehmen. Dann soll der 24-Stunden-Rettungswagen von Sterbfritz nach Mottgers verlegt werden und ein Tages-Rettungswagen mit einer zwölfstündigen Dienstzeit dazukommen. Mieter und Leistungserbringer der Rettungswache wird der DRK Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern sein.
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