Main.Kinzig.Blüht.Netz: Rückzugsräume für Tiere am Straßenrand sichern

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18. März 2026 - Das Projekt „Main.Kinzig.Blüht.Netz.“ ist Ende des Jahres 2025 ausgelaufen. Wie bereits mehrfach berichtet, konnten im Zuge des Projekts über 500 Flächen im Main-Kinzig-Kreis in artenreiche Blühflächen oder extensiv genutzte Grünflächen umgewandelt werden. Auch Hessen Mobil hat sich mit mehreren Flächen an den Maßnahmen beteiligt.

In Kooperation mit Hessen Mobil wurde der Mährhythmus an sieben Streckenabschnitten an Landes- und Kreisstraßen sowie auf zwei Seitenflächen im Main-Kinzig-Kreis an den Entwicklungszyklus der Insekten angepasst.

Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann ist schon ganz gespannt auf die Ergebnisse, die im Rahmen der projektbegleitenden Untersuchungen gegen Ende des Jahres erwartet werden. „Ich freue mich, dass unser Main.Kinzig.Blüht.Netz mit den Maßnahmen von Hessen Mobil ein Stück weiter gewebt wird und wir gemeinsam wieder eine Maßnahme für den Erhalt der Biodiversität auf den Weg gebracht haben.“

Stefan Wald betonte: „An dem Projekt beteiligt sich Hessen Mobil nach wie vor gern. Und es sind ja nicht nur diese Flächen, die extensiver genutzt werden. Auch bei uns steht der Erhalt der Artenvielfalt auf dem Programm. Umwelt- und Naturschutz berücksichtigen wir in unserer Arbeit, auch wenn die Verkehrssicherheit aus gutem Grund stets Vorrang hat.“ Die Maßnahmen im Pilotprojekt von Hessen Mobil und Main.Kinzig.Blüht.Netz. sehen vor, dass alle sicherheitsrelevanten Abschnitte der Projektflächen wie bisher bearbeitet werden. Das heißt, Bankette werden zweimal und Gräben einmal jährlich gemulcht. Die anschließenden extensiven Grünflächen werden zum Schutz der Insekten nur noch alle zwei Jahre jeweils im Frühjahr bearbeitet. Das heißt, dass auch mal Flächen über den Winter ungemäht stehen bleiben, um Tieren einen Ruhe- und Rückzugsraum über den Jahreswechsel anzubieten. Möglicherweise entstehen durch diese Maßnahmen auch Flächen, die im Auge des Betrachters zunächst als unordentlich erscheinen. Dies führt sogar hin- und wieder dazu, dass Landwirte oder Kommunen in Eigeninitiative diese Flächen mähen, womit das Ziel für mehr Biodiversität leider nicht erreicht werden kann.

Andreas Hofmann und Stefan Wald appellieren daher an die vor Ort agierenden Personen aus der Landwirtschaft öffentliche Flächen nicht eigenmächtig zu mähen.

„Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir mit relativ geringen Mitteln dafür sorgen, dass der Insektenschwund der letzten Jahrzehnte gemindert und vielleicht sogar aufgehalten wird“ betont Bernd Leutnant von der Unteren Naturschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises.

Abschließend dankte Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann allen an Main.Kinzig.Blüht.Netz Beteiligten für ihr großes Engagement und besonders Hessen Mobil für die Bereitschaft, an dem Projekt mitzuwirken. Besonders begrüßte er, dass Hessen Mobil neben der Sicherstellung der Verkehrssicherheit und des Arbeitsschutzes auch weiterhin Biodiversitätsbelange bei der Arbeit berücksichtigt.