Schneller zum Lappen, zügiger zur Anmeldung

pm-img
Ein Termin bei der Führerschein- oder Zulassungsstelle? Für die meisten der Anliegen ist das im Main-Kinzig-Kreis gar nicht notwendig.

20. April 2026 - Die Digitalisierung in der Führerschein- und den Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises bietet den Bürgerinnen und Bürgern seit längerer Zeit die Möglichkeit, die meisten ihrer Anliegen bequem von zu Hause aus zu erledigen. Insbesondere bei der Beantragung von Erlaubnispapieren, dem Führerscheinumtausch oder der Zulassung eines Kraftfahrzeugs können zahlreiche Prozesse online abgewickelt werden. Diese Entwicklung hat den Vorteil, dass sie beiderseits Zeit spart: den Antragstellenden wie auch den Servicestellen, besonders in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen.

„In unseren Servicestellen arbeiten die Teams mit Hochdruck die Anträge ab. Ein kluges Terminvergabesystem für Zehntausende Termine erspart lange Wartezeiten vor Ort. Wenn die Terminnachfrage allerdings besonders hoch ist, kann es Tage oder gar Wochen dauern, bis man einen Vorsprachetermin für sich bekommt. Das ist gerade durch den Führerschein-Pflichtumtausch der Fall“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann mit Blick auf die jährlich zum 19. Januar für eine neue Großgruppe anstehende Frist, den „Lappen“ umzutauschen. Grundsätzlich rät er allen Führerschein-Inhabern, sich frühzeitig mit dem Ablaufdatum des Führerscheins auseinanderzusetzen und den Umtausch zu terminieren – am besten online. „Bis das Dokument aus der Bundesdruckerei beim Antragstellenden ankommt, vergehen noch einmal einige Monate. Da sollte man zumindest nicht auf den Zeitpunkt warten müssen, bis man den Antrag überhaupt stellt.“

Ähnlich verhält es sich bei vielen anderen Anliegen. Sei es der Erstantrag einer Fahrerlaubnis, das begleitende Fahren ab 17 Jahren oder die Erweiterung einer Fahrerlaubnis: Diese Dienstleistungen lassen sich online abwickeln für alle Kundinnen und Kunden ab 16 Jahren. Bei der Zulassungsstelle ist das ebenso der Fall. Wer sein Kraftfahrzeug neu oder nach der Abmeldung wieder zulassen möchte, wer ein Fahrzeug ummelden oder außer Betrieb setzen möchte, hat dazu online die Möglichkeit, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für beruflich selbstständige oder freiberufliche Personen und Firmen.

Erfreulicherweise steigt die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer, die diese digitalen Angebote bereits in Anspruch nehmen. Bei den Außerbetriebsetzungen geht die Kurve stetig nach oben, im vergangenen Jahr wurden rund 11.000 Anträge digital abgewickelt. Bei den Neuzulassungen, Umschreibungen und Wiederzulassungen lag der Wert 2025 bei rund 1.900 – und wird voraussichtlich schon im Sommer von Neuem übertroffen sein, erfolgten doch alleine im ersten Vierteljahr 1.200 Zulassungen online.

Der überwiegend größere Anteil der Vorgänge erfolgt jedoch mit klassischer Vorsprache, wie Hofmann bemerkt. „Wir werden in nächster Zeit verstärkt für die Onlinezugänge werben. Wir sind in Sachen Digitalisierung weit fortgeschritten im Main-Kinzig-Kreis. Diese Möglichkeiten müssen noch bekannter und stärker genutzt werden“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete.

Die entsprechenden Onlineportale sind über die Website des Main-Kinzig-Kreises verlinkt. Auf der Kreisseite (www.mkk.de) wie auch bei den Digitalformularen sind die erforderlichen Schritte für die Bürgerinnen und Bürger der 28 Städte und Gemeinden – für Hanau ist der Kreis nicht mehr zuständig – leicht verständlich beschrieben. Was muss man an Dokumenten einreichen, wie weist man sich online aus, welche Informationen sind einzugeben, wie wird bezahlt, auf welchem Wege wird das Dokument versandt: Schritt für Schritt und gut begleitet nähert man sich zum Ziel, und das eben von zu Hause aus und zu dem Zeitpunkt, der einem passt. Das spart nicht nur wertvolle Zeit für den Hin- und Rückweg zur Servicestellen, sondern auch unnötige Wartezeiten bis zu einem Termin.

In Zeiten mit einem höheren Andrang wie zu Beginn des Jahres oder rund um Feiertage können Wartezeiten länger ausfallen und telefonische Erreichbarkeiten besonders schwierig sein. Der Main-Kinzig-Kreis rät daher, nach Möglichkeit andere Zeitfenster für einen Kontakt zur Führerschein- beziehungsweise den Zulassungsstellen zu wählen – der Mail-Kontakt ist dem Telefonat vorzuziehen – und vor allem, sich zunächst die Infomaterialien der Kreis-Internetseite durchzulesen (unter „Führerschein online beantragen“ und „Zulassungsstelle“).

Das Gleiche gilt für Fristen in Bereichen wie der Ausländerbehörde, der Kreisordnungsbehörde oder der Verkehrsbehörde, die möglichst früh vor Ablauf zu prüfen sind. Und auch hier bietet der Main-Kinzig-Kreis umfangreiche Digitalzugänge an, die den Behördenbesuch unnötig machen: Der Antrag auf eine gemeindeübergreifende Veranstaltung, der Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis, Verpflichtungserklärungen, die Anzeige eines Jagd- oder Fischereipachtvertrags und noch einige mehr können online gestellt beziehungsweise eingereicht werden.

„Wir sind mittendrin in der digitalen Transformation der Servicestellen im Landkreis, die den Bürgerinnen und Bürgern viele Vorteile bietet“, sagte Andreas Hofmann. „Die Angebote werden stetig mehr genutzt. Das zeigt, dass sich der echte Mehrwert herumspricht und wir hier die richtigen niedrigschwelligen Angebote machen.“