Main-Kinzig-Kreis setzt zum IDAHOBIT Zeichen für Offenheit und Respekt
15. Mai 2026 - Das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen ist mehr als ein Symboltermin. Es ist eine Frage der Haltung. Gemeinsam mit dem Verein Queer* Main-Kinzig macht die Kreisspitze zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans* Phobie (IDAHOBIT) deutlich, dass Ausgrenzung und Einschüchterung keinen Platz haben und dass unterschiedliche Lebensweisen selbstverständlich zum Alltag in der Region gehören.
Bundesweit wurden 2025 2.048 queerfeindliche Straftaten registriert. Das sind mehr als fünf jeden Tag. Fachleute gehen zudem von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Auch im Main-Kinzig-Kreis berichtet der Verein Queer* Main-Kinzig immer wieder von Beleidigungen, Hasskommentaren und Anfeindungen rund um queere Veranstaltungen.
Steve Euler von Queer* Main-Kinzig verweist deshalb auf die Bedeutung von Begegnung und Austausch: „Oft entstehen Vorurteile dort, wo Menschen sich nicht begegnen. Dabei merken viele schnell: Queere Menschen sind keine fremde Gruppe. Das sind Kolleginnen, Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn. Vielfalt ist schon immer Teil des Alltags.“
„Der Main-Kinzig-Kreis lebt davon, dass hier viele unterschiedliche Menschen zusammenleben – mit verschiedenen Erfahrungen und Lebenswegen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Eine Gesellschaft wird nicht schwächer dadurch, dass Menschen unterschiedlich leben. Sie wird stärker. Offenheit und neue Perspektiven gehören zu dem, was eine Region lebendig macht.“
Auch Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann betont die Verantwortung aller vor Ort: „Es geht nicht um abgehobene Debatten, sondern um Menschen aus unserer Nachbarschaft, aus Vereinen, Schulen oder Betrieben.“ Kreisbeigeordneter Jannik Marquart ergänzt: „Jeder von ihnen soll sich bei uns sicher fühlen und selbstverständlich dazugehören können.“
Für die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Grit Ciani ist Sichtbarkeit wichtig: „Viele junge Menschen gehen heute offener mit Vielfalt um als frühere Generationen. Gleichzeitig erleben queere Menschen noch immer Ablehnung. Umso wichtiger sind Zeichen, die zeigen: Ihr seid Teil dieser Gesellschaft.“
Das Angebot für queere Menschen in der Region wächst weiter. So startete im vergangenen Jahr in Schlüchtern der queere Jugendtreff „Coming Proud“. Gemeinsam mit pro familia Schlüchtern plant Queer* Main-Kinzig zudem weitere Projekte mit Schulen und Jugendeinrichtungen, um junge Menschen früh für queere Lebensrealitäten und gegenseitigen Respekt zu sensibilisieren.
Neben Beratungs- und Begegnungsangeboten plant der Verein für Samstag, 1. August, den Christopher Street Day in Schlüchtern. Weitere Informationen und Termine finden sich auf der Website von Queer* Main-Kinzig: www.queermainkinzig.de
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