Wiedereröffnung des Schwimmbads im Jugendzentrum Ronneburg

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Unser Bild zeigt von rechts: Reinhold Walz, Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises, Landrat Thorsten Stolz, Architekt Gösta Weber, Ronneburgs Bürgermeisterin Bianca Finkernagel, Patrick Appel, MdL, und Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann.

27. Mai 2026. - Wie hoch die Bedeutung des Schwimmbads im Jugendzentrum Ronneburg geschätzt wird, wie wichtig deshalb auch die umfassende Sanierung war und wer sich für das Projekt stark gemacht hat, wurde bei der Eröffnungsfeier deutlich. Neben Landrat Thorsten Stolz und dem zuständigen Dezernenten Andreas Hofmann hatten sich viele Unterstützerinnen und Unterstützer des Jugendzentrums eingefunden, unter ihnen Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, Kreisbeigeordneter a.D. Matthias Zach, Ronneburgs Bürgermeisterin Bianca Finkernagel und Patrick Appel, Mitglied des Hessischen Landtags, sowie einige Mitglieder des Kreisausschusses. Auch das mit dem Projekt betraute Architekturbüro und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Gewerke sowie des DLRG feierten mit.

Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann betonte: „Das Schwimmbad ist seit über 50 Jahren ein ganz zentraler Baustein dieses besonderen Ortes der Begegnung und des Miteinanders. In der Zeit der Sanierung hat es gefehlt, und es ist gut, dass alle an einem Strang gezogen haben und es nun saniert ist. Weiteren Jahrzehnten Spaß und Freude steht damit nichts im Wege.“ Doch es gehe um mehr als Freizeitgestaltung. Wer schwimmen könne, bewege sich sicher im Wasser, schütze sich selbst und könne im Ernstfall anderen helfen. Schwimmen dürfe kein Privileg sein. Es sei so wichtig wie Schreiben oder Lesen. „In den vergangenen fünf Jahren sind in Deutschland jährlich im Schnitt rund 365 Personen bei Badeunfällen ums Leben gekommen, im Jahr 2024 lag die Zahl sogar noch höher“, sagte Andreas Hofmann. „Den Erhalt des Schwimmbads begreift der Main-Kinzig-Kreis deshalb als elementares Angebot für die Allgemeinheit. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen.“ Die Bedeutung des Bades zeige sich auch daran, dass die Beschlüsse zur Sanierung sowohl im Kreistag als auch im Kreisausschuss einstimmig gefasst worden seien.

Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hatte die Modernisierung über seinen Eigenbetrieb auf den Weg gebracht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro, von denen der Main-Kinzig-Kreis eine Million Euro bereitstellt. Mit einem Zuschuss von etwa 428.000 Euro hat das Land Hessen die Sanierung maßgeblich unterstützt.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Reinhold Walz, Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises, mit gewohnt gut gelaunten Worten die Gäste begrüßt. Er dankte allen Beteiligten für die „außerordentlich gute Zusammenarbeit“. „Es ist ein richtig starkes Signal für die Jugendarbeit und das Ehrenamt, dass sowohl der Landrat als auch der Erste Kreisbeigeordnete sich die Zeit nehmen, um bei der Wiedereröffnung des Schwimmbads dabei zu sein“, unterstrich er. Das Schwimmbad ist Schulschwimmstandort für sieben Schulen aus dem Main-Kinzig- und dem Wetteraukreis. Es wird von Gästen des Jugendzentrums genauso gern genutzt wie von der DLRG, Vereinen und einer Behindertengruppe. Rund 26.000 Menschen nutzen das Bad pro Jahr. „Wir schaffen Begegnungen, ermöglichen Gemeinschaft und leben Integration“, so Reinhold Walz.

Architekt Gösta Weber lieferte technische Details und ließ den Zeitplan des Projekts seit Frühjahr 2024 Revue passieren. Bürgermeisterin Bianca Finkernagel erinnerte die Anwesenden daran, dass Generationen im Bad ein Stück Kindheit erlebt hätten. Diese schönen Erlebnisse könnten sie nun mit ihren Kindern und Enkelkindern wieder aufleben lassen. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Eröffnung von Jürgen Vinzl aus Hanau.