Landrat Thorsten Stolz überreicht Schülerinnen und Schülern des FSSJH-Projekts nach erfolgreichem Abschluss ihre Zertifikate

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Die FSSJH-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen sowie die am Projekt beteiligten Personen und Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und anderen Organisationen und Einrichtungen, die Plätze zur Verfügung stellen.

24. September 2026 - Sie haben im vergangenen Schuljahr viele neue Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers gesammelt und sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit eingebracht: 226 Jugendliche ab 14 Jahren aus 16 Schulen haben sich am Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJH) beteiligt und sich mindestens 80 Stunden in einer gemeinnützigen Einrichtung engagiert – mittlerweile nehmen 61 Vereine und andere Organisationen teil. Nun feierten die jungen Leute ihren FSSJH-Abschluss bei einer gemeinsamen Feier im Spessart-Forum in Bad Soden-Salmünster.

„Unsere FSSJH-Jugendlichen haben insgesamt die sehr beeindruckende Zahl von 24.331 Engagement-Stunden geleistet. Das ist beachtlich und zeigt, dass ehrenamtliches Engagement auch von jungen Leuten getragen wird“, stellte Landrat Thorsten Stolz bei der Übergabe der FSSJH-Zertifikate fest. Mehr als die Hälfte der FSSJH-Teilnehmenden waren gekommen. Alle erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihres FSSJH-Jahres von der Ehrenamtsagentur des Main-Kinzig-Kreises ein Zertifikat über die Teilnahme und darüber hinaus eine Beurteilung von ihrer jeweiligen FSSJH-Einsatzstelle.

„Das Interesse am FSSJH-Angebot ist groß, immer mehr Schulen beteiligen sich und viele junge Leute setzen ihr Engagement auch nach Ende des FSSJH fort. Gerade Jugendliche, die noch nicht wissen, welchen beruflichen Weg sie einmal einschlagen wollen, profitieren sehr von den Angeboten, denn sie können abseits von Schule und Elternhaus neue Lebensbereiche kennenlernen und ihre Interessen und Fähigkeiten einbringen. Das FSSJH ist deshalb ein Erfolgsprojekt. Das ist auch der Grund, warum der Main-Kinzig-Kreis das Projekt, das vom Land Hessen vor fünf Jahren ins Leben gerufen worden ist, auch nach Auslaufen der Förderprogramms weiterführt. Ich bedanke mich deshalb bei allen, die dieses Projekt unterstützen. Insbesondere wäre es nicht ohne die große Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher in den Vereinen, Organisationen und Institutionen möglich, die FSSJH-Plätze anbieten“, so Landrat Thorsten Stolz. Das Projekt sei außerdem ein Ausdruck einer lebendigen Demokratie. „Denn demokratische Prozesse beginnen im Kleinen, in der Schule, in den Vereinen und überall dort, wo es darum geht, Verantwortung zu übernehmen und Kompromisse auszuhandeln“, erklärte der Landrat.

Seitens des Kreises wird das Projekt von Anfang an von der Ehrenamtsagentur betreut, die auch Anlaufstelle ist, um sich über das FSSJH beraten zu lassen. Die jungen Leute werden begleitet und haben die Möglichkeit, an Workshops mit unterschiedlichen Themen teilzunehmen wie beispielsweise „Erste Hilfe“.

Aus den Wortmeldungen der Jugendlichen wurde deutlich, welche Bedeutung das Freiwillige Soziale Schuljahr für sie hat und welche Erfahrungen sie in den zurückliegenden Monaten gesammelt haben. Sie übernehmen Verantwortung, bringen sich ein und lernen gleichzeitig etwas fürs Leben. Mittlerweile gibt es im Main-Kinzig-Kreis 111 mögliche Angebote für Jugendliche, sich in Vereinen und gemeinnützigen Institutionen zu engagieren, dazu gehören Freiwillige Feuerwehren, Sport-, Musik- und Umweltvereine, kirchliche Organisationen, Jugendforen, Tafeln, Repair-Cafés und das Deutsche Rote Kreuz. „Nicht nur die Jugendlichen profitieren vom FSSJH, sondern auch die Vereine und gemeinnützigen Institutionen, denn sie haben die Möglichkeit, junge Leute für das bürgerschaftliche Engagement zu begeistern und vielleicht auch längerfristig für die ehrenamtliche Tätigkeit zu interessieren“, so Landrat Stolz.

Kooperationsschulen sind die Alteburg-Schule Biebergemünd, die Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau, Berufliche Schulen Gelnhausen, Elisabeth-Strupp-Schule Gelnhausen, Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen, Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster, Stadtschule Schlüchtern und Ulrich-von-Hutten-Gymnasium Schlüchtern. Schülerinnen und Schüler dieser Schulen haben eine Ansprechperson vor Ort und können sich ihr Engagement in der Schule, zum Beispiel in der Schülervertretung oder im Schulsanitätsdienst, fürs FSSJH werten lassen. Aber auch Jugendliche aus anderen Schulen können sich am FSSJH beteiligen.

Die Veranstaltung wurde moderiert von Renate Wichert (FSSJH-Koordinatorin Ehrenamtsagentur), Nico Froschauer, der sich selbst in zwei Vereinen engagiert sowie den beiden Co-Moderatoren und FSSJH-Teilnehmern Justus und Rufus Löwe. Musikalische Beiträge kamen von Kathleen Heinz (Gesang) und Nathan Bonin (Gitarre), beide vom Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen. Präsente an die jungen Leute überreichte Silke Siekemyer (Leitung Staatliches Schulamt).