Von klein auf gemeinsam gut und gesund ernähren
15. Oktober 2026 - Wie lassen sich ausgewogene Ernährung, eine wertschätzende Betreuung und Gesundheitsförderung im Alltag von Kindern miteinander verbinden: Mit dieser Frage hat sich der Fachtag „Essen verbindet – Betreuung, die stärkt“ im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen beschäftigt. Initiiert wurde die Veranstaltung vom Arbeitskreis Jugendzahnpflege (AKJZ) im Main-Kinzig-Kreis, der „Die Gute Laune gUG“ (DiGuLa) und der Verbraucherzentrale Hessen in Kooperation mit dem Zahnärztlichen Dienst des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises. Der praxisorientierte Informationstag richtete sich an Fachkräfte aus Kitas, Krippen, Kindertagespflege, Grundschulen und der schulischen Ganztagsbetreuung sowie an weitere Interessierte.
Im Mittelpunkt standen die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten, einer ausgewogenen Ernährung und der Förderung von Wohlbefinden und Mundgesundheit im pädagogischen Alltag. Fachvorträge, praktische Demonstrationen und Diskussionsrunden boten Gelegenheit, Wissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen für die tägliche Arbeit zu gewinnen. Unter der Leitung von Dr. Gunda Adolphi, Geschäftsführerin des AKJZ und Leiterin des Zahnärztlichen Dienstes, sowie Dr. Britta Keim, Vorsitzende des AKJZ, wurde ein vielfältiges Programm zusammengestellt.
Die drei Referentinnen der Verbraucherzentrale Hessen vermittelten praxisnahe Impulse für eine gesundheitsfördernde Ernährung in unterschiedlichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Johanna Kiehne von der Vernetzungsstelle Ernährung in der Kindertagesbetreuung zeigte, wie sich mundgesunde Zwischenmahlzeiten in der frühkindlichen Tagesbetreuung gestalten lassen. Lara Quinkler von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung gab Einblicke in die Gestaltung einer ausgewogenen Zwischenverpflegung im schulischen Bereich. Sophia Nucke, ebenfalls von Vernetzungsstelle Ernährung in der Kindertagesbetreuung verdeutlichte, wie gemeinsame Mahlzeiten die Entwicklung von Kindern fördern und zugleich das Gemeinschaftsgefühl stärken können.
Patricia Nathalia Reitz von DiGuLa hielt einen Vortrag zur Ernährungspraxis in Kindertagesstätten und veranschaulichte ihre Ausführungen anhand eines Videos, das DiGuLa in Kooperation mit der Kindertagesstätte Friedrichstal in Bad Orb erstellt hatte.
Auch die Zahngesundheit nahm einen wichtigen Platz im Programm ein: Katja Racky und Doris Lauer vom Arbeitskreis Jugendzahnpflege gaben praktische Anregungen zur Zahnpflege und zur Gestaltung eines gesunden Frühstücks. Stefanie Rieger und Alena Saal, ebenfalls vom AKJZ, zeigten in einem praktischen Beitrag, wie das Trinken aus offenen Gefäßen die Entwicklung einer gesunden Mundmotorik unterstützen und zur Mundgesundheit beitragen kann.
Wie eng Mundgesundheit und Allgemeingesundheit miteinander verbunden sind, erläuterte Patricia Geier vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Main-Kinzig-Kreises. Damit wurde deutlich, dass die Gesundheitsförderung von Kindern einen ganzheitlichen Ansatz erfordert, bei dem Ernährung, Zahngesundheit und pädagogische Betreuung ineinandergreifen.
Neben den Vorträgen boten verschiedene Informations- und Beratungsstände Gelegenheit, die beteiligten Einrichtungen und ihre Angebote kennenzulernen. Vertreten waren unter anderem die Vernetzungsstellen Schulverpflegung und Kitaverpflegung der Verbraucherzentrale Hessen, die Frühen Hilfen des Main-Kinzig-Kreises, DiGuLa sowie der Arbeitskreis Jugendzahnpflege und der Zahnärztliche Dienst des Main-Kinzig-Kreises. Auch der „Zahnputzfuchs“ war mit einem Informationsangebot dabei.
Für besondere Aha-Momente sorgte das Sachgebiet Hygiene und Umweltmedizin des Main-Kinzig-Kreises mit einem Schwarzlichtkoffer zur Händehygiene. Mithilfe eines fluoreszierenden Testmittels konnten die Teilnehmenden überprüfen, wie gründlich sie ihre Hände gereinigt hatten. Unter UV-Licht wurden Stellen sichtbar, an denen das Testmittel nach dem Händewaschen noch vorhanden war. So ließ sich anschaulich demonstrieren, welche Bereiche bei der Händehygiene häufig vernachlässigt werden und wie wichtig eine sorgfältige Reinigung der Hände ist.
Der Fachtag zeigte, wie sich gesunde Ernährung, Mundgesundheit und eine wertschätzende Betreuung im Alltag miteinander verbinden lassen. Die Teilnehmenden erhielten zahlreiche Anregungen, die sich in Kitas, Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen praktisch umsetzen lassen. „Der Austausch und das neu gewonnene Wissen werden uns helfen, das Thema Mundgesundheit und ausgewogene Ernährung in der Arbeit mit Kindern und Familien weiter zu stärken“, resümierte Dr. Gunda Adolphi zum Abschluss der Veranstaltung.
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