Erinnern, wenn die Zeitzeugen weniger werden

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Am Samstag beginnt die Veranstaltungsreihe „Zeit(zeugen)los“ mit Vorträgen, einer Führung sowie einer Lesung.

„Zeit(zeugen)los“: Neue Veranstaltungsreihe beginnt am Samstag

20. Oktober 2026. – Wie kann kulturelles Erinnern gelingen, wenn immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus eigener Erfahrung berichten können: Dieser Frage widmet sich eine historisch-politische Bildungsreihe mit dem Titel „Zeit(zeugen)los – Neue Wege der Erinnerungskultur“, die am Samstag, 24. Oktober, beginnt. Sie schlägt eine Brücke von den historischen Schrecken des Nationalsozialismus in die Gegenwart. Neben bewegenden Kulturveranstaltungen und Filmprojekten stehen neue Formen des Erinnerns im Mittelpunkt: Es werden innovative KI-Formate beleuchtet, die zeigen, wie zukunftsfähiges und interaktives Erinnern gestaltet werden kann. Veranstaltungen sind bis ins neue Jahr hinein geplant.

Die Reihe wird organisiert von der Fachstelle für Demokratieförderung und phänomenübergreifende Extremismusprävention (DEXT) sowie der Partnerschaft für Demokratie, die unter anderem im Büro für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises angesiedelt ist. Den Auftakt bilden am kommenden Wochenende zwei Veranstaltungen. Eröffnet wird die Reihe am Samstag, 24. Oktober, um 16 Uhr in der Ehemaligen Gelnhäuser Synagoge mit einem Vortrag sowie der dazugehörigen Ausstellung „Frag nach!“ des Deutschen Exilarchivs der Deutschen Nationalbibliothek. Darin geht es um digitale Interviews mit Zeitzeugen des Holocaust. Die Ausstellung ist interaktiv und lädt zum Mitmachen ein. Anschließend gibt es einen Vortrag zum jüdischen Leben heute von der jüdischen Bildungsstätte PINOT sowie einen Vortrag vom Förderverein Rabbinerhaus. Zudem wird eine Ausstellung zum jüdischen Leben heute von Rafael Herlich gezeigt. Um Anmeldungen per Mail an dext@mkk.de wird gebeten.

Am Sonntag, 25. Oktober, steht um 11 Uhr die Konzertlesung „Deutschland, siehst du das nicht?“ von OPUS 45 im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen an, die vom Fachbereich Kultur des Main-Kinzig-Kreises in der Reihe „Einfach mal zuhören“ veranstaltet wird. Um 15.30 Uhr schließt sich für alle Interessierte ein Stadtrundgang entlang der Stolpersteine zum jüdischen Leben in Gelnhausen an. Treffpunkt ist vor dem Rathaus Gelnhausen, Obermarkt 7. Auch hierfür wird um Anmeldung an dext@mkk.de gebeten.

Darüber hinaus werden in der Veranstaltungsreihe „Zeit(zeugen)los“ Begegnung und Austausch geschaffen und Geschichte wird erlebbar gemacht durch Formate wie eine Stadtführung, Kinovorführungen, Gesprächsrunden oder Ausstellungen. Durch eine Podiumsdiskussion wird das Thema von Experten betrachtet und durch die Graphic Novel „Wo ist Lotte“ mit regionalgeschichtlicher Relevanz auch für eine junge Zielgruppe aufbereitet.

Das gesamte Programm ist online zu finden auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises im Bereich des Büros für Interkulturelle Angelegenheiten. Die Veranstaltungsreihe „Zeit(zeugen)los“ ist dynamisch aufgebaut, sodass weitere Veranstaltungen im digitalen Programmheft stetig ergänzt werden.

Weitere Veranstaltungen, wie Kinovorführungen, Podiumsdiskussionen oder Ausstellungen, sind im Programmheft aufgeführt.