Azubi-Campus bietet attraktiven und bezahlbaren Wohnraum und hilft gegen Fachkräftemangel

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Unser Bild entstand bei der Übergabe des Förderbescheids und zeigt (in der vorderen Reihe von links) Ersten Kreisbeigeordneten Andreas Hofmann, den hessischen Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori, Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneten Jannik Marquart mit allen am Projekt Azubi-Campus Beteiligten. Das Land Hessen fördert den Azubi-Campus mit rund 2,6 Millionen Euro.

21. Januar 2026 - Mit rund 2,6 Millionen Euro fördert das Land Hessen über seine Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (Wi-Bank) das Projekt „Azubi-Campus“ des Main-Kinzig-Kreises. Geplant ist ein Wohnheim, das Platz für 151 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren bietet, für Ausbildung, Duales Studium oder Blockunterricht. Der Azubi-Campus ist die Antwort des Main-Kinzig-Kreises auf den Mangel an Fachkräften, aber auch bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in der Ausbildung. Der Main-Kinzig-Kreis stärkt damit Wirtschafts- und Schulstandorte.

Einen Förderbescheid für das Wohnheim, das derzeit in Linsengericht-Altenhaßlau entsteht, überreichte der hessische Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori an die Kreisspitze in Gelnhausen. Er erklärte: „Der Azubi-Campus ist vorbildlich und zukunftsweisend für den sozialen Wohnungsbau in Hessen. Mit dem Projekt wird bezahlbarer Wohnraum geschaffen und gleichzeitig die Attraktivität der Berufsausbildung gesteigert. Mit dem Azubi-Campus sind wir Teil eines innovativen Projekts in Hessen: bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, in direkter Berufsschulnähe, ergänzt durch Bildungsangebote, Gemeinschaftsbereiche und einer sozialpädagogischen Unterstützung.“

Landrat Thorsten Stolz, Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart begrüßten den Staatsminister im Main-Kinzig-Forum und sprachen mit ihm über die Bedeutung des Azubi-Campus als besondere Form der Regionalentwicklung für die heimische Wirtschaft. „Der Azubi-Campus ist uns allen ein Herzensprojekt und wurde deshalb auch mit breiter Mehrheit im Kreistag beschlossen. Er findet aber auch große Zustimmung bei den Betrieben und Unternehmen, die immer wieder an Grenzen gestoßen sind, wenn es darum ging, junge Leute für eine Ausbildung im Main-Kinzig-Kreis zu gewinnen, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen. Wir wollen mit dem Azubi-Campus Lust auf eine duale Ausbildung bei uns im Main-Kinzig-Kreis machen“, erklärte Landrat Stolz. „Das Besondere am Azubi-Campus ist, dass wir nicht nur Wohnraum anbieten, sondern mit Unterstützung unserer kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung auch die nötige pädagogische Betreuung vor Ort haben, damit insbesondere die jüngeren Auszubildenden bei ihrem Weg in ein selbstständiges Leben unterstützt werden, auch bei ganz praktischen Fragen des Alltags“, ergänzte Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Hofmann. Und Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Marquart fügte hinzu: „Der Azubi-Campus ermöglicht es Unternehmen ganz konkret, bei der Suche nach Nachwuchskräften auch in einem größeren Umkreis zu suchen, denn diese finden auf dem Campus Wohnraum, den sie sich leisten können – sei es für die komplette Dauer der Ausbildung oder auch nur für einige Wochen, in denen sie Blockunterricht haben oder auch für ein Duales Studium zeitweise eine Unterkunft benötigen. Deshalb ist der Campus ist ein tolles Argument, um hier im Main-Kinzig-Kreis seine ersten beruflichen Schritte zu unternehmen.“ Staatsminister Mansoori zeigte sich überzeugt davon, dass das Campus-Konzept erfolgreich sein wird. Gerade die pädagogische Betreuung und der Gedanke der „Familie auf Zeit“ seien für junge Leute, die erstmals allein auf sich gestellt seien, eine große Hilfe.

An dem Termin nahmen auch Helmtrud Abs, Geschäftsführerin der AQA und der Landtagsabgeordnete Max Schad teil. Der Azubi-Campus arbeitet mit regionalen Bildungseinrichtungen zusammen, Unternehmen und sozialen Trägern, diese Angebote werden allen Auszubildenden aus dem Kreisgebiet zur Verfügung stehen. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden bei der Ausgestaltung der Hausregeln, Freizeitangebote und der Verwendung der Gemeinschaftsflächen mitbestimmen dürfen. Der Campus wird unter der Regie der KIZ Unternehmensgruppe mit Sitz in Bad Soden-Salmünster errichtet und soll bis Mitte 2027 fertiggestellt sein.

Landrat Stolz dankte dem hessischen Wirtschaftsminister auch dafür, dass dieser sich persönlich für die Förderung des Azubi-Campus eingesetzt habe: „Im September 2024 haben wir persönlich über den Azubi-Campus gesprochen und Kaweh Mansoori hatte zugesagt, alle Hebel in Bewegung setzen zu wollen, damit das innovative Projekt im Main-Kinzig-Kreis vom Land Hessen unterstützt werden kann und er hat Wort gehalten.“