Kreisbeigeordneter Jannik Marquart gratulierte drei neuen Bienensachverständigen zu ihrer neuen Aufgabe

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Kreisbeigeordneter Jannik Marquart begrüßte gemeinsam mit Dr. Stefan Rockett (Dritter von links), Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, und Susanne Bock, Tiergesundheitsaufseherin, die drei neuen Bienensachverständigen, Pablo Beltran (links), Uwe Eichholz (Zweiter von rechts) und Jan Päseler (rechts).

04. August 2026 - Im Main-Kinzig-Kreis haben drei neue Bienensachverständige ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufgenommen. Imkerinnen und Imkern stehen sie nun als Ansprechpersonen zur Verfügung. Kreisbeigeordneter Jannik Marquart gratulierte Jan Päseler aus Rodenbach, Uwe Eichholz aus Steinau an der Straße und Pablo Beltran aus Gelnhausen persönlich zu ihrem Erfolg. Dr. Stefan Rockett, Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, übergab den dreien zudem ihre Dienstausweise. Die drei Imker haben den Lehrgang für Bienensachverständige im nordhessischen Kirchhain erfolgreich abgeschlossen und wurden nun vom Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises zu Bienensachverständigen bestellt.

Jannik Marquart gratulierte den Neuen zu ihrem Erfolg und unterstrich: „Ich freue mich sehr, dass sie das Veterinäramt und seine Arbeit unterstützen. Wir sind auf Menschen, die sich engagieren, angewiesen.“ Die Imkerei sei ein Hobby, das das ganze Jahr über Aufmerksamkeit und Verantwortung erfordere. Gerade in den Frühjahrs- und Sommermonaten könnten die Tiere nicht einfach über längere Zeit sich selbst überlassen werden. Die Imkerei erfordere neben der Liebe zur Natur auch Zuverlässigkeit und Disziplin. „In ihrer neuen Tätigkeit tragen die drei erfahrenen Imker noch mehr Verantwortung“, so Jannik Marquart.

„Wir brauchen Menschen, die Ahnung von Bienen haben und vor allem im Seuchenfall als Ansprechpersonen anderen Imkerinnen und Imkern zur Verfügung stehen. Die neuen Bienensachverständigen haben ein Ehrenamt im öffentlichen Auftrag, in dem sie Sonderrechte wahrnehmen“, erläuterte Dr. Stefan Rockett. Auch er dankte den neuen Kräften für ihr ehrenamtliches Engagement. „Bienensachverständige sind speziell geschulte, erfahrene Imkerinnen und Imker, die eine offizielle Ausbildung und Prüfung im Bereich der Bienengesundheit absolviert haben“, so der Amtsleiter. Sie nehmen eine entscheidende Schnittstellenfunktion zwischen der Imkerschaft, den Imkervereinen und den staatlichen Veterinärbehörden ein.

Als ein Teil der inzwischen 26 Bienensachverständigen stehen sie den rund 960 Imkerinnen und Imkern mit etwa 6100 Bienenvölkern im Main-Kinzig-Kreis mit Rat und Tat zur Seite. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, Proben zu entnehmen, Gesundheitszeugnisse vorzubereiten und die Veterinärverwaltung bei der Bekämpfung von Bienenseuchen wie der Amerikanischen Faulbrut zu unterstützen. Im Ernstfall unterstützen sie die Veterinärbehörden auch dabei, die Ausbreitung gefährlicher Bienenseuchen einzudämmen und betroffene Bienenstände zu retten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bienengesundheit und zur Bestäubung zahlreicher Nutz- und Wildpflanzen.

Um überhaupt zur Ausbildung zugelassen zu werden, müssen Interessierte mindestens fünf Jahre lang eigene Bienenvölker gehalten haben. Darüber hinaus sind umfangreiche Kenntnisse über Krankheiten, Parasiten und rechtliche Vorgaben erforderlich. Diese Kenntnisse erwerben die angehenden Bienensachverständigen während ihrer Ausbildung am Bieneninstitut in Kirchhain.

Pablo Beltran nennt zehn Bienenvölker sein Eigen. Er engagiert sich im Vorstand des Bienenzuchtvereins Gelnhausen und Umgebung. Imkern sei ein tolles Hobby, berichtete er: „Neben Honig produzieren die Bienen Wachs und Propolis, man ist viel in der Natur, weiß genau, wann was blüht und achtet auf das Wetter.“ Wie er im Gespräch mit Jannik Marquart weiter sagte, seien mittlerweile viele junge Menschen und Frauen als Imkerinnen und Imker aktiv. Uwe Eichholz betreut 46 Bienenvölker und ist bereits seit 2005 mit Leib und Seele Imker. Jan Päseler wiederum hat seine Bienenstöcke auf seiner Garage stehen. Viele Nachbarinnen und Nachbarn hätten bienenfreundliche Pflanzen in ihrem Garten gepflanzt, um seinen Honigbienen Pollen und Nektar zu bieten, schilderte er.

Abschließend wünschte Jannik Marquart den neuen Bienensachverständigen eine gute Hand und viel Erfolg für ihre neue Aufgabe. Da Imkern im Trend liegt und vermutlich weitere Bienenvölker im Kreis dazukommen werden, ist das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz auf der Suche nach weiteren Bienensachverständigen. „Wir freuen uns, wenn sich Interessierte bei uns melden. Sie helfen mit, die Bienenvölker gesund zu erhalten“, so der Kreisbeigeordnete.