Umweltpreis

Der Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises ist eine der ältesten kommunalen Auszeichnungen dieser Art. Er wird seit 1975 jährlich an Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen verliehen, die sich besonders für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einsetzen. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel, extreme Wetterereignisse und den Verlust der Artenvielfalt ist es wichtiger denn je, nachhaltiges Handeln zu fördern und vorbildliche Initiativen ins Rampenlicht zu rücken.

Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet der Kreisausschuss, nach Empfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft und Vorschlag der Fachverwaltung. Im Falle einer Vielzahl gleichwertiger Vorschläge kann der Umweltpreis auf mehrere Trägerinnen und Träger aufgeteilt werden. Der Umweltpreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und würde im Falle einer Aufteilung der Auszeichnung ebenfalls unter den Trägern aufgeteilt.

Hinweise zur Bewerbungsphase 2026

Die Bewerbungsfrist für dieses Jahr ist abgelaufen. Zwischen dem 31. Januar 2026 und 31. März 2026 konnten Bewerbungen eingereicht werden.

Wir danken allen Personen und Institutionen, die sich mit ihren Projekten und Aktionen in diesem Jahr zu unserem Motto: „Von jung bis alt: Naturtalente für unsere Heimat!“ beworben haben!

Die nächsten Schritte: Wir prüfen die Bewerbungseingänge und bereiten diese für die Ausschusssitzungen, vermutlich im Herbst 2026, vor. Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten nach dem Beschluss im Kreisausschuss unaufgefordert eine Rückmeldung. Die Preisverleihung ist für Ende des Jahres geplant.

Voraussetzungen für eine Bewerbung:

  • Teilnehmen können Einzelpersonen, Gruppen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Unternehmen und Kommunen mit Sitz im Main-Kinzig-Kreis,
  • sowohl laufende als auch bereits abgeschlossene Projekte mit Bezug zum Umweltschutz sind möglich,
  • seit 2026 wird das einheitliche digitale Bewerbungsformular genutzt. Dies ermöglicht eine standardisierte und strukturierte Verarbeitung der eingehenden Daten. Auch die Eingabe der Projektinformationen wird dadurch vereinfacht.

Ansprechpartnerin

  • Katharina Reinert
  • 70.3 - Umwelt- und Naturschutz
  • 06051 85-15654

 E-Mail

umweltpreis@mkk.de

Bei Fragen zur Bewerbung, zur Verleihung oder anderen Themen rund um den Umweltpreis melden Sie sich gerne!

Aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger - 2025

Auf über 80 Hektar Land setzt die Landwirtschaft auf nachhaltige traditionelle Bewirtschaftung, fachlich begleitet und unterstützt durch den NABU. Ziele sind der Erhalt und Schutz von wertvollen Kulturlandschaften sowie das Einbeziehen von Kindern und Enkeln der Landwirte, um das Wissen zu erhalten und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Flächenbewirtschaftung zu erhalten. Das Preisgeld von 2.000 plant der NABU als Anerkennung und zur Förderung weiterer Projekte an die Landwirtschaft zurückzugeben. „Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreiche Kooperationen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft für den Umweltschutz fruchtbare Ergebnisse bringen können. Die Zusammenarbeit zeigt uns allen, wie wir gemeinsam Lösungen finden können, die sowohl der Natur als auch der Landwirtschaft zugutekommen“, sagte Andreas Hofmann.

Weitere Infos und Kontakte: Website des NABU Kreisverbandes mit Infos zur Ortsgruppe Steinau

Am „Hässeler Weiher“ haben alle Interessierten die Möglichkeit, die positiven Auswirkungen einer extensiven Beweidung zu beobachten. Durch eine begrenzte Anzahl von Tieren pro Flächeneinheit soll das auf der Weide zur Verfügung stehende Futter im Sommer nur zum Teil abgefressen werden, damit noch ausreichend Nahrung für den Winter auf der Fläche verbleibt. Die Tiere sollen so sukzessive für eine Art Biotop-Mosaik sorgen – zur Stärkung heimischer Pflanzenarten wie auch zum Zurückdrängen von nicht heimischen Pflanzen. Das Projekt betreut maßgeblich die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) um Andreas Höfler, den Träger des Umweltpreises 2025. Dadurch, dass Pflanzen und Kräuter die Chance haben, sich zu entwickeln und auszubreiten, finden sich heute auf der Fläche wieder heimische Tier- und Pflanzenarten wie Trauerschnäpper, Wendehals, Schwanzmeise, Kammmolch und Schmalblättriges Wollgras. Interessierte können von einem Beobachtungspunkt oder im Rahmen von Führungen die Vielfalt sehen und näher kennenlernen. „Andreas Höfler und seine Mitstreiter haben nicht nur eine wertvolle Fläche für bedrohte heimische Tier- und Pflanzenarten geschaffen, sondern auch ein bedeutendes Zeichen für den nachhaltigen Umgang mit unserer Natur gesetzt. Am ‚Hässeler Weiher‘ wurde ein Raum geschaffen, in dem sich bedrohte Arten ausbreiten und erholen können, und das ist ein klarer Gewinn für die biologische Vielfalt“, lobte Umweltdezernent Andreas Hofmann.

Weitere Infos: Website der HGON zum Thema Beweidungsprojekt

Mit dem Projekt wird Umweltarbeit und Umweltbildung mit Kindern prämiert. Die Natur-Kita nutzt ihr Gelände, um mit den Kindern Lebensräume für Tiere zu errichten und das Bewusstsein für Natur zu stärken. Sie treten dabei auch in einen engen Austausch mit Eltern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit und natürlichen Kreisläufen durch Müll-Sammel-Aktionen, Fortbildungen für Eltern, Upcycling-Projekten, einen eigenen Gemüse- und Obstgarten und die „Villa Regenwurm“, ein Kompostprojekt der Kita.

Weitere Infos: Website der KiTa Erlensee

Die Geschwister-Scholl-Schule setzt ihr Außengelände für Umweltbildung ein. Der Schulgarten wurde um einen Schulacker erweitert und umgewidmet. Die Schulgemeinde und ganz wesentlich die Schülerschaft haben ein Rasenstück umgearbeitet, Gemüse angepflanzt und die Beete frei von Pestiziden gepflegt. Dabei wurde der Schulacker als Thema in den Unterricht integriert mit praktischen Experimenten zum Thema Lebensmittelverschwendung, Konsum und Nachhaltigkeit. Zusätzlich haben die Kinder Blühflächen für Insekten angelegt, Nisthilfen gebaut und Überwinterungsmöglichkeiten für eine gesteigert biologische Vielfalt geschaffen. Die von Kindern getragenen Projekte würdigte Andreas Hofmann als „herausragende Beispiele dafür, wie Umweltschutz und Bildung Hand in Hand gehen“. „Was man buchstäblich er-fasst und be-greift, das betrachtet und pflegt man anders. Was die Kinder selbst schaffen und erschaffen an Lebensräumen für Tiere, an müllfreien naturnahen Flächen, an selbst geernteten und verarbeiteten Lebensmitteln: Das werden sie als wertvolles Wissen mit in die Familie, in den Freundeskreis und ins Erwachsenenleben nehmen. Die Projekte führen uns vor Augen, dass Umweltbildung einen langfristigen Nutzen hat“, sagte Andreas Hofmann.

Weitere Infos und Bilder: Website der GSS Großkrotzenburg

Ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger

2025 NABU Ortsgruppe mit landwirtschaftlichen Betrieben aus Steinau, Stinntal und Schlüchtern, Andreas Höfler mit dem Hässeler Weiher, Natur-KiTa Am Limespark Erlensee, Schulackerprojekt Geschwister-Scholl-Schule Großkrotzenburg

2024 Förderverein Wildpark „Alte Fasanerie“, OGV Lanzingen, NABU Steinau und „Taumelbuntes“

2023 Beckl Karosserie + Lack GmbH & Co. KG, das Repair Café Schlüchtern und die Hohe Landesschule Hanau für den Wettbewerb „Gestalte Wandel“ - Film auf YouTube

2022 Georg-Büchner-Schule Erlensee, Verein für Wirtschaft und Tourismus, „Initiative Plogging@Maintal“, „N.U.T.R.I.A.“ („Nidderauer Umwelt-Team räumt intensiv auf“) - Film auf YouTube

2021 Maintaler Kinder- und Jugendfarm (Film auf YouTube) und Ortsbeirat Seidenroth mit der Dorfgemeinschaft Seidenroth (Film auf YouTube) - Grußworte Frau Simmler auf YouTube

2020 Schulgarten-AG, Alteburg-Schule, Biebergemünd (Film auf YouTube) und Blühfeld-Initiative Hirzbacher Höfe, Marköbel (Film auf YouTube) - Grußworte Frau Simmler auf YouTube

2019 Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V., Inklusionsbetrieb "Grün und Grün" in Gelnhausen und Dr. Stephan Consemüller in Linsengericht-Waldrode

2018 Ökologische Forschungsstation Schlüchtern und Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung, Rodenbach Sonderpreis Familie Rothe-Klingberg, Gelnhausen

2017 NABU-Ortsgruppe Mernes und Team des „Ersten Hessischen Jugendwaldheims“, Hasselroth

2016 Imkerverein Sinntal

2015 Ehrenamtliche Naturparkführerinnen und Naturparkführer des Naturparks „Hessischer Spessart“

2014 Projekt „Gleks“ der Eugen-Kaiser-Schule, Hanau 2015

2013 Martinus-Schule Bad Orb, Behindertenwerk Main-Kinzig e.V / Hofgut MarjoßHerr Horst Kurz („Storchenpapa aus Nidderau“)

2012 Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzital e.V. (IGF)

2011 Bürgerinitiative „Stopp Staudinger“ und Frau Irmgard Schultheis

2010 ausgesetzt

2009 Kreisrealschule Bad Orb für Projekt „Barfußpfad“

2008 Bioenergiedorf Burgjoß eG, Jossgrund

2007 ausgesetzt

2006 Obst-u. Gartenbauverein Ulmbach, Steinau

2005 Herr Dr. Karl-Heinz Schmidt, Schlüchtern

2004 NABU-Ortsgruppe Steinau e. V. und Eltern/Betreuer Kindergarten Romsthal

2003 Förderverein Schulbauerndorf Weichersbach, Sinntal

2002 Herr Dipl. Ing. Uwe Kretschmann, Burg Brandenstein, Schlüchtern/Elm und Naturschutzbund, Ortsgruppe Mernes

2001 Kindergruppe „Die Waldmäuse“ der NABU-Ortsgruppe Steinau und Vogelschutzgruppe Hailer-Meerholz

2000 Vogel-u. Naturschutzverein Höchst e. V. und Vogel-u. Naturschutzfreunde Hain-Gründau

1999 Vogelschutzgruppe Sannerz, Sinntal

1998 Herr Höß, Neuberg u. Elterninitiative „Die kleinen Füchse“, Gründau

1997 Jugendgruppe der Vogelschutzgruppe Hailer-Meerholz

1996 Vogel-u. Naturschutzverein Bad Soden-Salmünster

1995 Herr Günter Röll, Maintal

1994 Kreisverband Main-Kinzig der Naturlandstiftung Hessen, Gelnhausen

1993 Vogel-und Naturschutzgruppe Hailer-Meerholz

1992 Frau Ingeborg Polaschek, Linsengericht/Altenhaßlau

1991 Herr Rainer Thienhaus, Hasselroth

1990 Herr Dr. Rolf Neidhardt, Hanau

1989 Herr Heinz Wenzel, Bruchköbel

1988 Vogel-u. Naturschutzverein Somborn 1963 e. V., Freigericht

1987 Initiativgruppe Umweltschutz Hanau, Hanau

1986 Herr Hermann Dänner, Schlüchtern

1985 Forschungsstelle Lochmühle, Herr Dr. Dieter Mollenhauer, Biebergemünd

1984 Förderverein Wildpark „Alte Fasanerie“ in Klein-Auheim, Hanau

1981-1983 es wurden keine Umweltpreise vergeben

1980 Hessische Waldjugend im Main-Kinzig-KreisHerr Kurt Seibert, Hasselroth

1979 Interessengemeinschaft zum Schutz des Wasserhaushalts im Spessart, Steinau a.d.Str./Marjoß und Vogelschutzgruppe Hasselroth/Niedermittlau

1978 Interessengemeinschaft Vogelsberg zum Schutz des Wasserhaushalts e. V., Birstein, Interessengemeinschaft Vogelsberg zum Schutz des Wasserhaushalts e. V., Birstein

1977 Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz an der Ludwig-Geissler-Schule

1976 Frau Dr. Agathe Messer und Dr. Hermann Messer, Hanau

1975 Aktionsgemeinschaft Umweltschutz Spessart-Vogelsberg e. V.Linsengericht/Großenhausen (Waldrode)

2007 Seit Juli 2007 hat der Main-Kinzig-Kreis eine neue Satzung zur Verleihung des Umweltpreises. Der bisherige Schul- und Umweltpreis wird zu einem einzigen, höher dotierten Kreisumweltpreis verschmolzen.

2006 Hans-Elm-Schule Altengronau, Sinntal, Schulgarten mit allen Sinnen und Georg-Büchner-Schule, Erlensee, Wassersport-AG

2005 Lichtenberg-Oberstufengymnasium, Waschweiher, und Berufliche Schulen Gelnhausen, Abfallreduzierung, bewusstes Konsumieren, Energieeinsparungen

2004 Ronneburg-Schule, Projekt Schulgarten und Heinrich-Böll-Schule, Bruchköbel, Photovoltaikanlage und Schulgarten

2003 Eugen-Kaiser-Schule Hanau, Duftgarten Landesgartenschau und Hohe Landesschule Hanau, Geoökologische Untersuchungen

2002 Förderverein Brüder-Grimm-Schule Steinau a.d.Str., Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster und Käthe-Kollwitz-Schule Langenselbold

2001 Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen, Projekt „Würgebach"

2000 Grundschule Jossa und Grundschule Schöneck

1999 Eugen-Kaiser-Schule Hanau, BFS Ernährung/Floristik, PB Praktisch Bildbare

1998 Erich-Simdorn-Schule, Neuberg, Projektwoche

1997 Oberstufengymnasium Bruchköbel, Biochemie-u. Analytik-Kurs und Kreisrealschule Gelnhausen, Projekt Schulhofumgestaltung

1996 Schule „Am Weinberg“, Langenselbold undBertha-von-Suttner-Schule, Nidderau

1995 KopernikusschuleFreigericht-Somborn, Projekt „Cinq-Flammes"

1994 Herr Günter Franz und seine Schülergruppe der Käthe-Kollwitz-Schule, Langenselbold

1993 Regenbogenschule (Klasse 4), Schuljahr 1992, Freigericht-Bernbach