Dr. Manuel Wilhelm
Leiter Sachgebiet Rettungsdienst, Sanitäts- und Betreuungswesen
Telefon 06051 85 - 55203
Fax 06051 85 - 55520
E-Mail aelrd@mkk.de
Zu Beginn der 1990er Jahre gab es im Main-Kinzig-Kreis vier verteilte Leitstellen, in Schlüchtern, Gelnhausen und zwei in Hanau (Rettungsleitstelle und Feuerwehrleitstelle).
Nach der Verabschiedung des "Hessischen Rettungsdienstgesetzes" wurde eine zentrale Leitstelle für den gesamten MKK etabliert. Der Stützpunkt war zunächst Hanau, seit 2004 befindet sich die integrierte Leitstelle (Zusammenschluss von Feuerwehr und Rettungsdienst) in Gelnhausen.
Am 01.06.2004 wurde das Amt für Brand- und Katastrophenschutz mit dem Sachgebiet Rettungsdienst und der Zentralen Leitstelle zum Gefahrenabwehrzentrum Gelnhausen zusammengelegt. Seit dem 01.03.2022 besteht ein gemeinsames Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Dieses beinhaltet die folgenden drei Abteilungen:
Der Main-Kinzig-Kreis ist als Rettungsdienstträger für die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zuständig. Dazu gehören Leistungen der Notfallrettung ebenso wie der Krankentransport.Der Kreis stellt die Einsatzfähigkeit aller Rettungsmittel sicher. Er überwacht außerdem die Einhaltung der gesetzlichen und sonstigen Vorgaben durch die beauftragten Hilfsorganisationen.
Die Aufgaben des Rettungsdienstes sind vielfältig. Sie reichen von der täglichen medizinischen Regelversorgung über die Bewältigung von Großschadensereignissen bis hin zur Abwicklung von Katastrophenfällen. Auch bei Pandemien, Epidemien oder vergleichbaren Gefahrenlagen übernimmt der Rettungsdienst unterstützende Aufgaben. Jährlich werden mehr als 100.000 Hilfeleistungen und Notfalleinsätze bearbeitet. Diese Einsätze leisten über 800 Mitarbeitende bei fünf rettungsdienstlichen Leistungserbringern. Dazu gehören das Deutsche Rote Kreuz mit dem Kreisverband Kinzigtal e.V., die Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH des DRK Kreisverband Hanau e.V., der Regionalverband Mittelhessen des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Regionalverband Hanau & Main-Kinzig der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Rettungsdienst Hessen des Malteser Hilfsdienstes. Hinzu kommt notärztliches Personal aus dem Klinikum Hanau, den Main-Kinzig-Kliniken, sowie des DRK Kreisverbands Kinzigtal e.V. und das Telenotarztsystems, das durch die Umlaut Telehealthcare GmbH – Part of Accenture betrieben wird.
Der Rettungsdienstbereich Main-Kinzig zählt zu den fortschrittlichsten Kreisen in Hessen. Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter arbeiten hier mit umfangreichen medizinischen Freigaben. Sie verfügen über moderne Ausstattung und können ihre Kompetenzen verantwortungsvoll zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Bei Bedarf unterstützt ein Telenotarzt. Er kann in Echtzeit auf medizinische Patientendaten zugreifen, Maßnahmen begleiten und besondere Medikamente freigeben.
Medizinisch verantwortlich für diese Freigaben ist der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD). Er trägt die Verantwortung für ein wirksames medizinisches Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und in der Integrierten Leitstelle. Zudem berät und unterstützt er den Rettungsdienstträger in allen medizinischen Fragen. Zu seinen Aufgaben gehören die Sicherstellung der Fortbildungsverpflichtung des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals, die Festlegung einer einheitlichen Ausstattung der Rettungsmittel sowie die Erarbeitung von Empfehlungen und Behandlungsrichtlinien für das rettungsdienstliche Personal.
Der Ärztlichen Leitung Rettungsdienst obliegt die medizinische Gesamtverantwortung für:
Viermal jährlich findet eine Zentrale Rettungsdienstfortbildung statt, die sich nicht nur an die Einsatzkräfte aller sechs Leistungserbringer richtet, sondern auch allen mit dem Rettungsdienst zusammenarbeitenden Personen offensteht. Derzeit finden Rettungsdienstfortbildungen in einem Hybridformat sowohl in Präsenz als auch virtuell statt.
Auf unserer Lernplattform können verschiedene Kurse online belegt werden.
Unter anderem findet sich hier ein RettCast und die Aufzeichnungen der Zentralen Rettungsdienstfortbildung, aber auch aktuelle Fortbildungsthemen und Geräteeinweisungen. Für hauptberuflich im MKK tätiges Rettungsdienstpersonal ist der Zugang kostenlos, externes Fachpersonal kann für einen Kostenbeitrag von 29,99€ im Jahr einen Gästezugang von uns erhalten. Dazu schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an rettungsdienst@mkk.de.
Ein Schwerpunkt des Sachgebiets ist der Aufbau, die Einführung und der Betrieb einer kreisweiten Einheit für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), die sich in drei Schwerpunkt gliedert:
Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ist ein System psychosozialer Maßnahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Unterstützung, Beratung und Therapie im Zusammenhang mit Notfallereignissen und belastenden Einsatzsituationen.
Die Aufgabe der PSNV-B ist dabei die Unterstützung von u.a. Augenzeugen, Hinterbliebenen oder Vermissenden nach potenziell traumatischen Ereignissen oder in akuten Belastungssituationen im Zusammenhang mit Notfallereignissen. Ziel ist es, Orientierung und Stabilität zu geben und die eigene Handlungsfähigkeit wieder zu stärken. Die Mitarbeitenden aus Haupt- und Ehrenamt führen Gespräche, vermitteln weiterführende Hilfen und beziehen bei Bedarf das persönliche Umfeld der Betroffenen ein. Im Main-Kinzig-Kreis ist die Notfallseelsorge aktiv, die sich in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck befindet. Das Team besteht aus rund 100 Pfarrpersonen und ehrenamtlich ausgebildeten Kräften. Davon sind immer drei Kräfte rund um die Uhr über eine Rufbereitschaft im Dienst und über die Integrierte Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises alarmierbar.
Im Jahr 2026 ist der Sonderschutzplan PSNV als Anlage zum Hessischen Katastrophenschutzplan in Kraft getreten. Dieser sieht vor für Katastrophenfälle und große Schadenslagen oder länderübergreifende Einsätze eine sog. „PSNV Staffel“ als Regieeinheit des Katastrophenschutzes einzurichten. Diese besteht aus einer Führungskraft und fünf Einsatzkräften. Neben der fachlichen Ausbildung in Psychosozialer Notfallversorgung im Umfang von 120 Unterrichtseinheiten sind diese Personen zusätzlich in den Grundlagen des Katastrophenschutzes geschult. Anders als in der täglichen Gefahrenabwehr, in der ein bis zwei Einsatzkräfte ausrücken, stehen hier gleich mehrere Einsatzkräfte für eine größere Anzahl von Betroffenen zur Verfügung.
Die PSNV-E hat Ihren Schwerpunkt auf der Einsatzkräftenachsorge, die im Rahmen der kollegialen Hilfe stattfindet. Sie richtet sich an Einsatzkräfte, die belastende Situationen erlebt haben und Unterstützung bei der Einordnung des Geschehens und/oder der Bewältigung benötigen. Dazu werden präventive (Schulungs-)Maßnahmen, kurzfristige kollegiale Beratung sowie strukturierte Einsatznachbereitungen in verschiedenen Stufen angeboten. Die Einsatzkräftenachsorge ist grundsätzlich Aufgabe des Arbeitgebers und unterliegt den Regelungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Da nicht alle Organisationen eigene geschulte Kräfte vorhalten, hat der Main-Kinzig-Kreis einige Angehörige der Hilfsorganisationen und Feuerwehren ausgebildet. Diese stehen den Einsatzkräften bei Bedarf zur Verfügung und können über die Integrierte Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises alarmiert werden.
Die PSNV-L besteht derzeit aus fünf Personen, die rund um die Uhr eine Alarmierbarkeit sicherstellen. Sie stehen den Einsatzleitungen, Führungskräften der Einsatzorganisationen und Stäben zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung. Bei größeren Einsatz- und Schadenslagen fahren sie zur Einsatzstelle um dort den psychosozialen Bedarf festzustellen und die Einsatzmaßnahmen der PSNV-Kräfte vor Ort zu koordinieren. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Einsatzleitung und PSNV-Einsatzkräften sowie zu weiteren relevanten Akteuren, die je nach örtlicher Lage beteiligt sind (bspw. die Schulpsychologie bei Lagen an Schulen).
Dr. Manuel Wilhelm
Leiter Sachgebiet Rettungsdienst, Sanitäts- und Betreuungswesen
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Wenn Sie im Main-Kinzig-Kreis den Notruf 112 wählen, erreichen Sie die Integrierte Leitstelle in Gelnhausen.
Die Notrufnummer 112 gilt europaweit für:
Jährlich gehen mehrere hunderttausend Anrufe ein, darunter zehntausende Notrufe. Im Schnitt klingelt hier alle 70 Sekunden das Telefon.

In wenigen Sekunden entscheidet sich alles:
Die Leitstelle sorgt dafür, dass die richtige Hilfe schnell am richtigen Ort ist: koordiniert – schnell, zuverlässig und professionell.
Nach Ihrem Anruf übernimmt geschultes Fachpersonal das Gespräch und führt Sie Schritt für Schritt durch die Abfrage.
Dabei gilt:
Früher waren die sogenannten „5 W-Fragen“ (Wer, Wo, Was, Wie viele, Warten) eine wichtige Orientierung.
Zur Vereinfachung steht heute im Vordergrund: Bleiben Sie ruhig, beantworten Sie die Fragen so gut wie möglich und legen Sie nicht auf, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.

Grundsätzlich werden die Koordinaten mit dem Notruf übertragen. Wenn dies nicht erfolgt oder nicht möglich ist, hilft die App what3words dabei, jeden Ort weltweit auf wenige Meter genau zu bestimmen – einfach mit drei Wörtern. Unsere Leitstellenmitarbeiter können Sie mit Hilfe dieser drei Wörtern dann genau lokalisieren.
So funktioniert die App:
Die Vorteile im Notfall:
Download
Die App what3words kann im AppStore / GooglePlayStore heruntergeladen werden.

Die Mitarbeitenden der Leitstelle – sogenannte Einsatzbearbeiter (ESB) – sind speziell ausgebildete Fachkräfte und sorgen rund um die Uhr dafür, dass Hilfe schnell und koordiniert ankommt.
Das Team im Überblick
Ausbildung und Qualifikation
Um in der Leitstelle in Hessen tätig zu sein, sind umfangreiche Qualifikationen erforderlich:
Anforderungen an die Tätigkeit
Die Arbeit in der Leitstelle stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeitenden:
Die Leitstelle gehört zu den modernsten in Hessen:
Dadurch kann auch bei hoher Belastung oder Großlagen zuverlässig gearbeitet werden.
Die Notrufnummer 112 ist immer dann richtig, wenn eine akute Notfallsituation vorliegt und sofortige Hilfe benötigt wird.
Typische Beispiele:
Die Leitstelle schätzt die Lage ein und leitet die passenden Maßnahmen ein.

Mit der kostenlosen App hessenWARN erhalten Sie wichtige Warnmeldungen direkt auf Ihr Smartphone – schnell, zuverlässig und standortbezogen.
Was bietet hessenWARN?
Hintergrund und Vorteile
Ihr Vorteil:
Sie erhalten alle wichtigen Warnungen aus einer Hand und können die App individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen.
Mit hessenWARN bleiben Sie informiert – bevor es kritisch wird.
Main-Kinzig-Kreis
Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr
57.2 Gefahrenabwehr
Frankfurter Str. 34
63571 Gelnhausen
Main-Kinzig-Kreis
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57.2 Gefahrenabwehr
Postfach 1465
63569 Gelnhausen
Vormittags Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Nachmittags Montag bis Mittwoch von 13 bis 15 Uhr.
Donnerstagnachmittags von 13 bis 17.30 Uhr.
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